Das Museum ist gerettet! Trotz erbittertem Widerstand von Schwarz-Rot-Grün auf Kommunal- und Landesebene! Noch Ende Oktober hatten die Blockparteien im Ratinger Rat unsere Entschließung zum Erhalt des Museums zur Pflege und Bewahrung der Geschichte Oberschlesiens rundweg abgelehnt: https://ratsinfo.ratingen.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZQm0YMEK6kc2AYdW_8qdVf2VnPbPQfK2u7uc0RExQ9D1/Entschlie%C3%9Fung-zur-Fortf%C3%BChrung-des-OSLM.pdf Zu gerne hätte die schwarz-grüne Landesregierung im Verein mit maßgeblichen Kräften der CDU hier vor Ort dem Museum zu gerne dem Garaus gemacht. Praktisch in letzter Minute hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages anders entschieden und die benötigten Mittel freigegeben. Ausgerechnet das örtliche Anzeigenblatt Supertipp meldete als erstes Presseorgan die frohe Botschaft. https://supertipp-online.de/nachrichten/ratingen/oberschlesisches-museum-in-ratingen-gerettet-bund-macht-geld-locker-id532844 . Nur widerwillig und eher zähneknirschend zog das CDU-affine Blatt Rheinische Post nach.
Auch wir von der AfD hatten uns mit Vehemenz für den Erhalt des renommierten Museums, dem eine wichtige Rolle in der Verständigung zwischen Polen und Deutschland zukommt, eingesetzt. Es hat sich gelohnt! https://oberschlesisches-landesmuseum.de/

Aber wir müssen wachsam sein: Die Gegner des Museums geben nicht auf. Der Betrag, der jetzt zur Verfügung gestellt wurde, reicht gerade für ein Jahr. Das Ringen um den Erhalt der Erinnerungskultur an die wechselvolle Geschichte Oberschlesiens ist noch nicht ausgestanden!
Übrigens: Die im Bundestag vertretenen Lokalmatadore von SPD und CDU reklamieren jetzt die Rettung für sich. Dabei hatte sich unsere AfD-Bundestagsfraktion sofort nach Bekanntwerden der Schließungsabsichten mit äußerster Entschlossenheit wiederholt für den Erhalt dieser geschichtsträchtigen Einrichtung eingesetzt: https://christlichesforum.info/afd-fraktion-will-die-zukunft-des-oberschlesischen-landesmuseums-sichern/
Auch die mit Herzblut vorgetragene Verteidigungsschrift dürfte den CDU-Granden im Landtag und Stadtrat nicht gefallen haben; den Rot-Grünen erst recht nicht: https://christlichesforum.info/ratingen-oberschlesisches-landesmuseum-sollte-als-leuchtturm-gerettet-werden/

Zeitzeugnis aus schwerer Zeit: Oberschlesien als Abstimmungsgebiet unter Völkerbundsverwaltung
Aber wir müssen wachsam sein: Die Gegner des Museums geben nicht auf. Der Betrag, der jetzt zur Verfügung gestellt wurde, reicht gerade für ein Jahr. Das Ringen um den Erhalt der Erinnerungskultur an die wechselvolle Geschichte Oberschlesiens ist noch nicht ausgestanden!
Ergänzung: Wir hatten uns schon vor Jahren mit dem Oberschlesischen Landesmuseum beschäftigt anläßlich des Rauswurfs des vormaligen Museumsdirektors Dr. Stephan Kaiser. Hier mein damaliger Schriftwechsel mit unserem inzwischen verstorbenen Fraktionschef Werner Kullmann:
Lieber Werner,
das war meine Anfrage an die RP vor einem Jahr, die (natürlich) nicht veröffentlicht wurde. Aber Du könntest heute mal unbefangen nachfragen, warum es keine offizielle Verabschiedung seitens der Stadt für den verdienten Museumsdirektor, der übrigens fließend polnisch sprach, gab. Es gab auch kein Wort der Würdigung für die Jahre seiner Tätigkeit. So jagt man einen Hund vom Hof. – Die RP hatte immer positiv über Dr. Kaiser berichtet.
Das Museum wird übrigens vom Land, nicht von der Stadt geführt. Der Herr W. von der CDU hat offenbar seine eigene Agenda, die mir nicht klar ist. Es spielt offenbar eine Rolle beim Rausschmiss von Dr. Kaiser. Seine Vorschläge, die er da ausführt, sollten vor Abstimmung breiter diskutiert werden und mit Fleisch gefüllt werden. Sonst Ablehnung. Wir können ja unbefangen vorschlagen, den bisherigen Museumsdirektor Dr. Kaiser für eine gutachterliche Stellungnahme zu den Vorschlägen zu gewinnen. Liebe Grüße Dein Bernd
Von: Bernd Ulrich [mailto:HansBerndUlrich@googlemail.com]
Gesendet: Mittwoch, 12. Februar 2020 13:32
An: ‚redaktion.ratingen@rheinische-post.de‘
Betreff: Dr. Stephan Kaiser?
Sehr geehrtes Redaktionsteam, sehr geehrter Herr Kleeberg,
haben Sie vielen Dank, daß Sie meine Anregung aufgegriffen haben. Leider fehlt immer noch eine befriedigende Erklärung über die Umstände des Zerwürfnisses, das letztlich zum Rauswurf des verdienten Museumsdirektors führte. Es ist kein Geheimnis, daß 2017 ein erheblicher politischer Druck auf Stephan Kaiser lastete, als er eine Lesung mit Dr. Sarrazin in den Räumlichkeiten des Hauses Oberschlesien gestattete. Wahrscheinlicher ist indessen ein anderer Umstand: Die Jahre 1919 bis 1922 waren sehr bewegend für die Geschichte Oberschlesiens: Als Folge des Versailler Vertrages wurde das Gebiet zwischen Preußen und den neu entstandenen Staaten Polen und Tschechoslowakei aufgeteilt. Das ganze wurde begleitet von bürgerkriegsähnlichen Unruhen, Abstimmungen und diplomatischen Friktionen. Das ganze geschah unter Aufsicht des Völkerbundes. Es erstaunt, daß das Oberschlesische Landesmuseum diesem Geschehen, daß sich nun zum hundertsten Male jährt, bis jetzt keine eigene Ausstellung oder Veranstaltungen gewidmet hat. Auf der Außenfassade des Hauses wird immer noch für die Spielzeugausstellung geworben.
Vermutlich hatte hier Dr. Kaiser andere Ideen und stieß damit auf Widerstand in der Politik.
In der Anlage habe ich ein Briefmarkenstück aus meiner privaten Sammlung. Es hat drei Inschriften: Deutsch, polnisch und französisch. Das Gebiet stand im Auftrag des Völkerbundes unter französischer Militärverwaltung. Sie können es gern zur Illustration verwenden.
Mit freundlichen Grüßen Bernd Ulrich
Von: Bernd Ulrich [mailto:HansBerndUlrich@googlemail.com]
Gesendet: Donnerstag, 16. Januar 2020 12:45
An: ‚redaktion.ratingen@rheinische-post.de‘
Betreff: Wo ist Dr. Stephan Kaiser?
Sehr geehrtes Redaktionsteam,
den Freunden des Oberschlesischen Landesmuseums in Hösel fällt auf, daß der Leiter Dr. Stephan Kaiser nun seit Monaten nicht mehr in Erscheinung tritt. Es gibt keine Verlautbarung, keine Verabschiedung, nichts. Auf Nachfrage an der Empfangstheke des Museums wird eher einsilbig von einer Erkrankung gesprochen, was wenig glaubwürdig erscheint, zumal es auch dazu keine Erklärung oder etwa Genesungswünsche gibt. An ihn adressierte Post und E-Mails werden nicht beantwortet.
Eine Recherche bzw. Nachricht wäre sicher interessant für das Ratinger Publikum, zumal noch bis vor einem halben Jahr Dr. Kaiser durchaus in der Öffentlichkeit präsent war. Allerdings wurde im Internetauftritt des OSML vermeldet, daß er seinen Posten in Vorstand der Stiftung schon zur Jahresmitte abgeben musste. Mit freundlichen Grüßen Bernd Ulrich
